Mehr Gedichte!
Donnerstag, 2. Juli 2015
Schluss und Neuanfang

Hier ist ewig nichts mehr passiert, wird wohl auch nicht mehr. Ich habe dafür einen neuen Blog gestartet, der Gedicht und Bild verbindet: Tageskarte.

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Montag, 1. April 2013
Krimi: Ein bisschen mehr Friede ...

Möglicherweise sind dem einen oder anderen diese schönen Verse schon mal untergekommen:

Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit.
Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid.
Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass.
Ein bisschen mehr Wahrheit - das wäre was.

Angeblich von einem Herr Rosegger, aber es gibt sie auch in dieser Form:

Ein bisschen mehr Frieden und weniger Streit,
ein bischen mehr Güte und weniger Neid.
Ein bisschen mehr Wahrheit immerdar
und viel mehr Hilfe in der Gefahr.

Welche sind nun das Original und vom ist es? Diese Frage beschäftigt gerade ein Forumsthread bei der Freiburger Anthologie. Zwischenstand bisher: Für Rosegger sieht's eher schlecht aus, vielleicht hat ein Karl oder Franz Jung die zweite Fassung zuerst geschrieben.

Dass der Autor unklar ist bzw. falsch zugeschrieben wird, ist übrigens kein Internetphänomen. Das habe ich auch schon in Gedichtsammlungen erlebt, die als Buch erschienen sind. Und wenn eine falsche Zuordnung einmal in der Welt ist, dann ist sie schwer wieder loszuwerden. Ein historischer Fall in dieser Hinsicht ist das Gedicht von Matthias Claudius An - als ihm die - starb, das einige Zeit Klopstock zugeschrieben wurde.

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Samstag, 7. April 2012
Was er eigentlich sagen wollte

Das hat man ja schon lange nicht mehr erlebt, dass ein Gedicht so viel Staub aufwirbelt. Ich glaub, das letzte Mal war bei Erich Fried. Günter Grass' Gedicht ist eher prosaischer Natur. Eine Meinungsäußerung mit Zeilenschaltung, könnte man bösartigerweise sagen. Was er eigentlich sagen wollte, ist schon oft gesagt worden und man kann es mit den Mitteln der Lyrik sagen: Gewalt erzeugt Gegengewalt.

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Sonntag, 26. Februar 2012
Fernsehn tun wir gern sehn 2

Letztes Jahr im November hatte ich mich nach Fernsehgedichten umgeschaut. Die Ausbeute war mager. Nun gibt es aber ordentlich Nachwuchs. Eine der großen Gedichtsammlungen im Internet hat eine Seite mit Mediengedichten zusammengestellt: Eine Mischung von altem Zeug (Claudius, Karl Kraus) und neuen Gedichten. Selbst die unselige GEZ findet Erwähnung.

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Dienstag, 7. Februar 2012
Va, Va, Valentin

In einer Woche ist es soweit: Der Einzelhandel feiert Valentinstag und gibt daher allen Angestellten frei oder so ähnlich. Wer hingegen beim Valentinstag an die Liebste oder den Liebsten denkt, könnte vielleicht ein Liebesgedicht brauchen. Mehr als 600 Liebesgedichte gibt's bei Gedichte für alle Fälle. Muss man zum Glück nicht alle lesen. Die Sammlung ist nach Fällen sortiert, also z.B. Gedichte an geliebte Männer, Liebeserklärungen, Liebesgrüße, Sehnsucht usw. Zwei bis drei Nummern kleiner ist www.kurz-liebesgedichte.de. Da hat's dafür auch nur kurze Liebesgedichte, was ja heutzutage eher in die Zeit passt. Mein Valentinstagsfavorit ist folgendes Gedicht, das auf privaten Seiten mit Autoren- und Quellenangabe frei verwendbar ist:

Hans Retep - Die allerschönste Falle

Du bist die allerschönste Falle
seit man erfand die Venusfliegen.
Ich hab vielleicht sie nicht mehr alle,
doch du darfst gern mich ganz besiegen.

Quelle: www.hans-retep-gedichte.de/liebesgedichte.php

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Montag, 9. Januar 2012
Liberale im Wandel der Zeiten

Im November brachte ich hier ein Gedicht aus dem 19. Jahrhundert, das sehr schön auf die Eurokrise passte. Der Schockwellenreiter hat etwas ausgegraben, das immer noch für Liberalen passt. Sage also bitte keiner mehr, Gedichte seien nicht zeitgemäß.

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Freitag, 9. Dezember 2011
Weihnachtliches

Dezember ist fast schon wieder rum und ich hab noch gar nichts Weihnachtliches hier gebracht. Diese zu Himmel schreiende Nachlässigkeit mache ich sofort gut:

Oh scheiß, schon wieder Weihnachten,
Am Himmel Wolkenjagd, bleifarb'ge Helle,
Tuet ab das Geizgewand,
Markt und Kauf-Land füllen Kassen,
es friert die armut
Keines Baumes Gefunkel, keines Traumes Gefunkel.
Keine Kohle, kein Licht ... im Zimmereck
O Tannenbaum, o Tannenbaum -
sechs Zweiglein sind dein Alles.
Der Heiland ist noch nicht erstanden,
Der in die Welt die Freiheit bringt.
Drauf der Nikolaus ist wutentbrannt,
reißt den Bart ab, nimmt die Rut zur Hand,
O brülle mich du Kehlige
Wer zu viel gefressen,
platzt nach dem Festessen.

Das war eine Collage aus den Gedichten auf der Seite Kritisches zu Weihnachten bei 'Gedichte für alle Fälle'. Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.

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Dienstag, 22. November 2011
Zukunft!

Ja, ja - jeder braucht sie, jeder will sie haben, aber wenn man morgens aufsteht, weiß man nicht mal was der Tag bringt. Das ist jetzt vorbei: Das Weisheitszahnorakel sagt jedem, der es hören will, wie sein Tag wird. Man gebe ein: Name und Geburtsdatum, lasse sich vom Orakel ein wenig anmotzen von wegen der Störung und voilà: "Waldspaziergang - / in der Tasche / kein Geld". So sieht's aus für mich heute. Und wenn mir das zu orakelös ist, kann ich mir mit drei Deutungsvarianten über die Straße helfen lassen. Die erste z.B. "Rezept des Tages: Sorglos genießen." nehm ich sofort.

Die Verbindung zur Lyrik beim Weisheitszahnorakel besteht darin, dass es sich bei seinen Sprüchen auf die japanische Haikutradition beruft. Haiku sind Dreizeiler, die mittels Bildern aus der Natur beim Leser Assoziationen freisetzen wollen. In der Gebrauchsanleitung des Orakels gibt's einen passenden Haikulink, wo alles einigermaßen verständlich erklärt wird.

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Donnerstag, 10. November 2011
Fernsehn tun wir gern sehn

Angeblich jeden Tag drei bis vier Stunden verbringt der Bundesbürger vor der Flimmerkiste. Da Fernsehen ja so eine wunderbare Sache ist, die politisch und kulturell von höchster Bedeutung und daher auch bald zahlungspflichtig für alle, egal ob sie einen Fernseher ihr eigen nennen oder nicht, sollte man doch annehmen, dass diese ausdauernde Beschäftigung mit dem Gerät zu Gedichten inspiriert. Die Annahme ist natürlich falsch. Mit Müh und Not hab ich vier präsentable Gedichte gefunden:

Aus der Steinzeit des Fernsehen ein Simplicissimus-Gedicht, das aber eher den Begriff Fernsehen verulkt. Heinz Erhard hat auch nur einen Vierzeiler zur Erfindung des Fernsehers zu bieten. Wesentlich ausführlicher und sich mit dem aktuellen Gebrauch des Fernsehers beschäftigend ist Hans Reteps Loblied auf den Fernseher. Und schließlich noch ein Klassiker in englischer Sprache: The Revolution Will Not Be Televised von Gil Scott-Heron.

Und das war's auch schon. Ein paar Amateurgedichte gibt's schon noch, aber eher wackelig in Metrum und Rechtschreibung und nicht originell genug als dass man darüber hinweg sehen könnte. Die Annahme, dass der Fernseher eher ein Beruhigungsmittelchen ist, scheint mir daher wesentlich realitätsnäher.

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Montag, 17. Oktober 2011
Ist das erlaubt?

Man wird ja wohl noch mal fragen dürfen, Weil: Gesehen hab ich sowas noch nicht. Bei www.kurz-liebegedichte.de kann man Gedichte auf einer Skala von -5 bis +5 bewerten. Aber: Nicht Liebesgedichte von Hobbydichtern, sondern Heine, Goethe und Konsorten sollen be- oder verurteilt werden. Und dann noch anonym. Jeder "Keine-Ahnung-von-nix" kann große Dichter im Schutze der Anonymität mit Dreck bewerfen. Goethes "Nur wer die Sehnsucht kennt ..." hat z.B. eine -1-Wertung. Dass sowas noch nicht verboten ist. Wo sind diese Law-and-Order-Typen, wenn man sie braucht?

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Kommentare
hmmm Mensch die GEZ muss
überall rein ;) Wir haben sie, aber wir wollen sie...
Gregor G., vor 9 Jahren
der Philosoph :) Liebe erzeugt
Gegenliebe :) Also wenn Sie jemanden Lieben (und er/sie weisst...
Gregor G., vor 9 Jahren
Und warum nicht noch
der ganze Rest? Ein Gedicht ist doch dazu da.
schmerles, vor 9 Jahren
Ein schwaches Gedicht mit schwacher
Wirkung Ich fand das Gedicht von ihm sehr schwach. Sicher...
Herbert1213, vor 9 Jahren
Ich hätt ja auch noch
gern ein Blog, wo eigene Gedichte und Aphorismen, trollig...
Aphorismus, vor 10 Jahren
Danke ... für den Willkommensgruß.
Mal schauen, wo die Reise hingeht. Bis jetzt häng ich...
mehr-gedichte, vor 10 Jahren
wie schön! ein neues blog
auf antville. viel spass und viel erfolg!
PST, vor 10 Jahren

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